Freiwilligendienst

Sinnvolles tun und dabei wachsen

Einen Freiwilligendienst kann im Prinzip jede Person machen, die sich sozial engagieren möchte. Man unterscheidet zwischen dem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) – einem Jugendfreiwilligendienst – und dem Bundesfreiwilligendienst (BFD) für Menschen 27+.

Du engagierst dich für eines unserer sozialen Projekte mit Kindern und ihren Familien. Ganz konkret geht das in einer unserer sieben tollen Kitas oder in Grundschulen, Familienzentren, Tagesgruppen. In der Regel dauert dein Einsatz 12 Monate, kann nach vorheriger Absprache aber auch kürzer oder länger gestaltet werden (zwischen 6 und 18 Monaten). Ein Einstieg ist das ganz Jahr über möglich – sprich uns einfach an!

Einsatzmöglichkeiten

Aktuell bieten wir Plätze sowohl im Rahmen des Freiwilligen Sozialen Jahrs wie auch des Bundesfreiwilligendienstes in den folgenden Aufgabenbereichen an:

Du erhältst von uns…

  • ein Taschengeld von über 400 Euro pro Monat
  • eine professionelle pädagogische Begleitung
  • 25 Bildungstage, in denen Du Dich mit anderen Freiwilligen austauschen kannst
  • Eine sozialversicherte Beschäftigung
  • mindestens 26 Tage Urlaub pro Jahr
  • dein Anspruch auf Kindergeld bleibt bis zum 25. Lebensjahr erhalten

Das bringt dir ein Freiwilligendienst

  • Du kannst dich erstmal orientieren, wenn du noch nicht weißt, wohin deine berufliche Reise gehen soll
  • Du lernst ganz unverbindlich das Arbeitsleben kennen und kannst dich praktisch ausprobieren
  • Dadurch entwickelst du dich weiter, lernst aus Fehlern und feierst erste Erfolge
  • Oft lässt sich ein Freiwilligendienst anrechnen, z.B. als Anerkennungsjahr oder Praktikum auf bestimmte Studienbereiche
  • Wartezeiten bis zur Ausbildung oder zum Studium kannst du so sinnvoll überbrücken
  • Es macht sich immer gut im Lebenslauf, sich sozial zu engagieren, egal wo du am Ende landest oder hinmöchtest
  • Viele Kinder, Jugendliche und natürlich auch Kolleg*innen sind dankbar, dass du da bist
  • Es bringt einfach Spaß sich mit anderen zu engagieren! 😊

Formale Voraussetzungen

  • Du hast die Vollzeitschulpflicht absolviert
  • Du bist zwischen 15 und 26 Jahre alt (FSJ)
  • …oder du bist Ü27 (BFD)
  • Du bist bereit dich in Vollzeit zu engagieren
  • Du sprichst Deutsch mindestens auf dem Niveau B1
  • Du hast einen Wohnsitz in Berlin

Bewerbungsverfahren

Interessiert? Dann freuen wir uns auf deine Bewerbung!

Der Einsatz wird über unseren Kooperationspartner „Internationale Jugendgemeinschaftsdienste (ijgd)“ koordiniert.

Wir vermitteln den Kontakt, wenn du uns ein kurzes Anschreiben und einen tabellarischen Lebenslauf zusendest.

Bitte maile uns zusätzlich

  • in welchem Zeitraum du einen Freiwilligendienst absolvieren möchten,
  • welche Art von Freiwilligendienst (Bundesfreiwilligendienst/BFD oder Freiwilliges Soziales Jahr/FSJ) für dich infrage kommt und
  • in welchen unserer Tätigkeitsbereiche du dir einen Einsatz vorstellen können.

Schicke uns deine Bewerbung gerne per E-Mail: bewerbung@jugendwohnen-berlin.de 

 



Ein Gespräch mit Kathinka über ihre Erfahrungen während des Freiwilligen Sozialen Jahres in der Tagesgruppe Wiclefstraße


 

Beschreibe uns doch mal deine Einrichtung: welche Zielgruppe gibt es, was sind Schwerpunkte und evtl. Methoden?
– Bei uns gibt es Platz für 10 Kinder – Grundschulkinder von der 2. Bis zur 4. Klasse, also zwischen 8 und 10 Jahren. Wir machen mit ihnen Hausaufgaben, sie bekommen bei uns Mittagessen und dann versuchen wir ihnen interessante Angebote zu machen. Oft gehen wir auch mit ihnen auf den Spielplatz oder spielen hier in den Räumen, wenn es regnet. Der Schwerpunkt liegt auf verhaltensauffälligen Kindern, die zu Hause nicht die volle Unterstützung bekommen können.
Am Anfang war es etwas schwer reinzukommen, vor allem mit Konfliktsituationen umzugehen. Aber ich habe mich nicht gestresst und mir die Zeit genommen, die Kinder erstmal kennenzulernen. Und mit der Zeit habe ich gut gelernt, mit den schwierigeren Situationen umzugehen.

Wie sieht ein typischer Tag in deiner Einrichtung aus?
– Mein Tag beginnt um 11 Uhr, die ersten Kinder kommen zwischen 12 und 13 Uhr an, manche auch etwas später. Wir machen dann erstmal Hausaufgaben. Oft gehe ich einkaufen, manchmal koche ich selbst das Essen für die Gruppe. Um 14 Uhr gibt es Mittagessen. Danach gehen wir oft auf den Spielplatz. Wenn es zu kalt ist oder in Strömen regnet, bleiben wir in den Räumen und spielen. Manchmal backen wir aber auch einfach einen Kuchen.

Was magst du an dem Einsatzbereich?
– Mir gefällt es sehr, dass wir so ressourcenorientiert an die Arbeit herangehen. Die Bedürfnisse der Kinder werden gesehen und akzeptiert. Kinder dürfen auch eine gute Zeit haben. Wir wollen sie so gut es geht unterstützen, sie aber in nichts reinzwingen.

Wie sieht das Team aus?
– Im Moment besteht das Team aus 6 Leuten. Eine Teamleitung, die sich größtenteils um die Elterngespräche und Familienarbeit kümmert. Zwei Erzieher:innen, die 5 Tage in der Woche da sind. Eine Sozialpädagogin, die sich im dualen Studium befindet und an drei Tagen da ist. Eine Erzieherin in Ausbildung und ich.

Wie bist du als FSJ’lerin in das Team eingebunden?
– Ich bin inzwischen schon 7 Monate hier und fühle mich sehr wohl, wie ein fester Teil vom Team. Ich bin super eingebunden viel im Austausch mit allen.

Was sind Deine wichtigsten Erfahrungen, die Du bisher bei uns machen konntest?
– Die wichtigsten Erfahrungen waren es zu lernen, individuell auf die Kinder eingehen zu können. Anfangs war ich manchmal etwas unsicher oder überfordert, vor allem in Konfliktsituationen. Aber mit der Zeit habe ich es gelernt, entspannter mit diesen Situationen umzugehen und habe jede Menge Werkzeuge mit auf den Weg bekommen. Ich beobachte sehr viel, wie die anderen im Team mit den Kindern umgehen und lerne daraus.

Was magst du an Juwo bzw. am Träger allgemein?
– Mit dem Träger hatte ich vor allem vor meiner eigentlichen Arbeit in der Tagesgruppe zu tun. Ich habe alle, denen ich dort begegnet bin, immer als superoffen, respektvoll und positiv eingestellt erlebt. Ich fühlte mich sofort gut aufgehoben und der Kontakt war immer super lieb, die Leute kümmern sich um einen. Ich hatte gleich das Gefühl: hier kann ich sein, wie ich bin.

Danke für das Gespräch!