Temporäre Lerngruppe Plus Heinrich-Mann-Schule

Die Temporäre Lerngruppe Plus (TLG+ §13.1) richtet sich an Schüler*innen der 7. und 8. Klassenstufen mit Förderbedarf in der emotionalen, sozialen und psychosozialen Entwicklung. Das neue Angebot soll bestehende Förder- und Unterstützungsangebote in Kooperation von Schule und Jugendhilfe ausbauen und erweitern. Bis zu 10 Schüler*innen können gleichzeitig eine Förderung erhalten. Ziel ist es, die kontinuierliche Teilhabe der Schüler*innen am Schulalltag zu erreichen und so ihre Bildungschancen zu erhöhen.

TLG plus Heinrich-Mann-Schule

Die Schule

Die Heinrich-Mann-Schule ist eine Integrierte Sekundarschule ohne Oberstufe in Neukölln-Buckow. Sie ist 5-zügig mit ca. 450 Schüler*innen. Es sind Schulabschlüsse der Berufsbildungsreife und erweiterten Berufsbildungsreife (BBR, eBBR), des Mittleren Schulabschlusses (MSA) auch mit Berechtigung zum Übergang in die gymnasiale Oberstufe (MSA/GO) möglich. Im Schulalltag stehen neben dem Umweltgedanken die Förderung der Medienkompetenz und des sozialen Miteinanders im Fokus. Zudem unterstützt die Schule bei der Berufsorientierung.

 

Unser Angebot an der Schule

Die Temporäre Lerngruppe Plus soll ein fester Baustein des bestehenden Angebots an der Schule werden, um dem individuellen Unterstützungs- und Hilfebedarf aller Schüler*innen gerecht zu werden.

Die Schüler*innen lernen unterstützt von Fachkräften in kleinen Lerngruppen von je max. 5 Schüler*innen. Innerhalb eines festgelegten Zeitraums erhalten sie mit geringem Wochenstundenumfang Förderung parallel oder ergänzend zum regulären Unterricht. Der Focus liegt darauf, emotionale und soziale Kompetenzen der Schüler*innen zu stärken und sie zu befähigen, selbstbestimmt und zielgerichtet zu arbeiten.

 

Was wir erreichen wollen

  • Die Schüler*innen befähigen, wieder dauerhaft in vollem Umfang am Regelangebot der Klasse teilzunehmen.
  • Schulische Erfolgserlebnisse und Bildungschancen stärken.
  • Schulische Grundkompetenzen ausbauen und Emotionsregulation, Impulskontrolle und Aggressionsbewältigung fördern.
  • Positive(re) Wahrnehmung der Regelklasse durch Erwerb/Ausbau sozialer Kompetenzen.
  • Positives Erleben von Schule und Klassengemeinschaft und Abbau von Schuldistanz.
  • Einbindung und Zusammenarbeit/Unterstützung der Erziehungsberechtigten für positive Erfahrungen in ihrer Erziehungsarbeit und Halt und Struktur im Umfeld

 

Wie wir arbeiten

Die Auswahl der Schüler*innen für die Lerngruppe erfolgt im Beratungsteam. Dazu gehören die Psychologin der Schule, Fachkräfte der Schulsozialarbeit und Sonderpädagogik, die Klassenleitung, Schulleitung, Lehrkraft und Trägerfachkraft.

Zu Beginn gibt es ein Informations- und Aufnahmegespräch mit Erziehungsberechtigten und Schüler*in, danach folgen ein Hausbesuch sowie Zwischen- und Abschlussgespräche. Wie ist der Ist-Stand? Was soll erreicht werden?  Dafür werden gemeinsame Ziele formuliert, individuelle Förderpläne erstellt, regelmäßig überprüft und angeglichen und in einem Logbuch dokumentiert. Gruppen- und Einzelarbeit findet in Zusammenarbeit der Sozialpädagog*in mit den schulischen Fachkräften statt.

Konkrete Angebote für Schüler*innen

  • Wochenplanarbeit und Schulaufgaben der Lehrkräfte werden in der Lerngruppe bearbeitet
  • Unterrichtsthemen werden von den Lehrkräften vorgegeben
  • WAT-Unterricht
  • Konzentrationsübungen mit steigendem Niveau / Marburger Konzentrationstraining, Achtsamkeitsübungen
  • Lernen lernen, Zeitmanagement
  • Einzel- und Gruppenarbeit
  • Positive Verstärker als System
  • „ich schaff´s“ als individuelles Programm für die persönlichen Ziele

 

Konkrete Angebote für Lehrer*innen

  • Regelmäßiger Austausch mit der Klassenleitung
  • enge Absprachen und Zusammenarbeit mit der Lehrkraft der Lerngruppe
  • Fallbesprechungen und Abgleich im Beratungsteam
  • Gemeinsame Eltern- und Schüler*innen-Gespräche
  • Gemeinsame Netzwerkarbeit, Akquise und Einbindung weiterer Fachkräfte in den Prozess.
  • Gemeinsame Logbucheinträge, welche sich auf das Erreichen der Ziele und die Empfehlungen beziehen.

 

Konkrete Angebote für Eltern

  • drei verpflichtende Gespräche (Aufnahme-, Zwischen- und Abschlussgespräch)
  • Hausbesuch
  • regelmäßige Telefontermine
  • Austausch über positive wie negative Entwicklungen der Schüler*innen und besondere Vorkommnisse
  • Logbucheinträge als Informations- und Dokumentationsmittel