Temporäre Lerngruppe Plus Heinrich-Mann-Schule

Die Temporäre Lerngruppe Plus (TLG+ §13.1) richtet sich an Schüler*innen der 7. und 8. Klassenstufen mit Förderbedarf in der emotionalen, sozialen und psychosozialen Entwicklung. Das neue Angebot soll bestehende Förder- und Unterstützungsangebote in Kooperation von Schule und Jugendhilfe ausbauen und erweitern. Bis zu 10 Schüler*innen können gleichzeitig eine Förderung erhalten. Ziel ist es, die kontinuierliche Teilhabe der Schüler*innen am Schulalltag zu erreichen und so ihre Bildungschancen zu erhöhen.

TLG plus Heinrich-Mann-Schule

Unser Angebot an der Schule

Die Temporäre Lerngruppe Plus soll ein fester Baustein des bestehenden Angebots an der Schule werden, um dem individuellen Unterstützungs- und Hilfebedarf aller Schüler*innen gerecht zu werden.

Die Schüler*innen lernen unterstützt von Fachkräften in kleinen Lerngruppen von je max. 5 Schüler*innen. Innerhalb eines festgelegten Zeitraums erhalten sie mit geringem Wochenstundenumfang Förderung parallel oder ergänzend zum regulären Unterricht. Der Focus liegt darauf, emotionale und soziale Kompetenzen der Schüler*innen zu stärken und sie zu befähigen, selbstbestimmt und zielgerichtet zu arbeiten.

 

Was wir erreichen wollen

  • Die Schüler*innen befähigen, wieder dauerhaft in vollem Umfang am Regelangebot der Klasse teilzunehmen.
  • Schulische Erfolgserlebnisse und Bildungschancen stärken.
  • Schulische Grundkompetenzen ausbauen und Emotionsregulation, Impulskontrolle und Aggressionsbewältigung fördern.
  • Positive(re) Wahrnehmung der Regelklasse durch Erwerb/Ausbau sozialer Kompetenzen.
  • Positives Erleben von Schule und Klassengemeinschaft und Abbau von Schuldistanz.
  • Einbindung und Zusammenarbeit/Unterstützung der Erziehungsberechtigten für positive Erfahrungen in ihrer Erziehungsarbeit und Halt und Struktur im Umfeld

 

Wie wir arbeiten

Die Auswahl der Schüler*innen für die Lerngruppe erfolgt im Beratungsteam. Dazu gehören die Psychologin der Schule, Fachkräfte der Schulsozialarbeit und Sonderpädagogik, die Klassenleitung, Schulleitung, Lehrkraft und Trägerfachkraft.

Zu Beginn gibt es ein Informations- und Aufnahmegespräch mit Erziehungsberechtigten und Schüler*in, danach folgen ein Hausbesuch sowie Zwischen- und Abschlussgespräche. Wie ist der Ist-Stand? Was soll erreicht werden?  Dafür werden gemeinsame Ziele formuliert, individuelle Förderpläne erstellt, regelmäßig überprüft und angeglichen und in einem Logbuch dokumentiert. Gruppen- und Einzelarbeit findet in Zusammenarbeit der Sozialpädagog*in mit den schulischen Fachkräften statt.

Konkrete Angebote für Schüler*innen

  • Wochenplanarbeit und Schulaufgaben der Lehrkräfte werden in der Lerngruppe bearbeitet
  • Unterrichtsthemen werden von den Lehrkräften vorgegeben
  • WAT-Unterricht
  • Konzentrationsübungen mit steigendem Niveau / Marburger Konzentrationstraining, Achtsamkeitsübungen
  • Lernen lernen, Zeitmanagement
  • Einzel- und Gruppenarbeit
  • Positive Verstärker als System
  • „ich schaff´s“ als individuelles Programm für die persönlichen Ziele

 

Konkrete Angebote für Lehrer*innen

  • Regelmäßiger Austausch mit der Klassenleitung
  • enge Absprachen und Zusammenarbeit mit der Lehrkraft der Lerngruppe
  • Fallbesprechungen und Abgleich im Beratungsteam
  • Gemeinsame Eltern- und Schüler*innen-Gespräche
  • Gemeinsame Netzwerkarbeit, Akquise und Einbindung weiterer Fachkräfte in den Prozess.
  • Gemeinsame Logbucheinträge, welche sich auf das Erreichen der Ziele und die Empfehlungen beziehen.

 

Konkrete Angebote für Eltern

  • drei verpflichtende Gespräche (Aufnahme-, Zwischen- und Abschlussgespräch)
  • Hausbesuch
  • regelmäßige Telefontermine
  • Austausch über positive wie negative Entwicklungen der Schüler*innen und besondere Vorkommnisse
  • Logbucheinträge als Informations- und Dokumentationsmittel