WG Görlitzer: Hinterhof auf Vordermann bringen, Teil 2

So wird der Hinterhof zum Hingucker: Die Bewohner*innen des betreuten Jugendwohnen in der Görlitzer Straße haben ihre Holzterrasse eigenhändig überdacht. Bereits zum zweiten Mal arbeiteten die Jugendlichen dafür im Rahmen des Projekts „Holzwerkstatt“ mit den Schreiner*innen der FreiraumWerkstatt zusammen, um die von den Jugendlichen entwickelte Vision des Holzdachs umzusetzen. Die Pädagog*innen der Werkstatt, die alle auch einen handwerklichen Hintergrund haben, begleiteten die Jugendlichen dabei mit Rat und Tat: Sie arbeiteten die Vision mit ihrer holzbaulichen Expertise als professionelles Konzept aus und gingen dann zusammen an die Arbeit.

Letztes Jahr hatten die Jugendlichen bereits die Holzterrasse gebaut. Dieses Jahr wurde darauf aufgebaut: Die Jugendlichen arbeiteten an einem Dach und Steg auf dieser Terrasse. Beim Umgang mit dem Bohrer oder der Stichsäge wurden sie von den Holzbau-Expert*innen unterstützt und angeleitet, um so den richtigen Umgang mit den Maschinen weiterzugeben. Ursprünglich war auch der Bau einer Sitzbank geplant, allerdings gab es Materialfehler bei den Bank-Bauteilen, so dass die Mitwirkenden entschieden, sich vorerst nur auf das Dach zu konzentrieren. Der Bau der Bank wird in den kommenden Wochen mit neuem Material nachgeholt.
Selbstgebaute Holzterrasse mit Sitzbänken im Hinterhof

Man sieht eine Holzterrasse mit Dach im Hinterhof

 

 

 

 

 

Die FreiraumWerkstatt ist ein Projekt des Interkulturellen Beratungs- und Begegnungscentrum e.V. Das Projektziel: Im eigenen Sozialraum aktiv werden und ihn auf kreative Weise als Freiraum nutzbar machen. „Wir haben hier geschaut: Was konkret brauchen die Bewohner*innen in der Görlitzer Straße“, erzählt Max Bayer von der FreiraumWerkstatt, „über die verschiedenen Ideen wurde dann unter allen Bewohner*innen demokratisch abgestimmt.“ Das Projekt wird über das Bundesprogramm ‚Kultur macht stark‘ finanziert von der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ). „Wir wollen auch das Interesse am Thema Handwerk stärken“, sagt Bayer, „und bisher klappt das gut: Regelmäßig gehen Projektbeteiligte danach in handwerkliche Betriebe.“

7 Tage lang arbeiteten die Jugendlichen immer von 11-17 Uhr. Die sie betreuenden Sozialarbeiter*innen unterstützten das Team dabei, indem sie täglich Essen für das gesamte Team kochten. „Zum Helfen kamen zusätzlich auch ehemalige Bewohner*innen des betreuten Jugendwohnen vorbei, die mittlerweile ausgezogen sind“, erzählt der Sozialpädagoge David Reuß von Jugendwohnen im Kiez, „wie letztes Jahr schon hat das Projekt allen Beteiligten viel Spaß gemacht“. Zum gelungenen Abschluss des Bauprojekts bestellten alle Pizza und erfreuten sich an der erweiterten Terrasse. Fragt sich nur, was nächstes Jahr an die Terrasse angebaut wird!

Vielen Dank an alle Beteiligten!

Man sieht 2 Personen beim Aufbau einer Sitzbank

4 Personen beim Aufbau eines Holzdachs übereiner Holzterasse im Hinterhof