Leitlinien der Kinder- und Jugendhilfe
Sozialraumorientierung und Integration
Sozialraumorientierung und Integration durch Hilfen aus einer Hand sind keine leeren Versprechen, sondern waren die Gründungsgedanken von Jugendwohnen im Kiez e.V. Seit der Einrichtung von Jugendwohngemeinschaften im Jahre 1979 differenziert der Träger seine Jugendhilfeangebote bedarfsorientiert an regionalen Schwerpunkten aus und engagiert sich dort auch in anderen sozialen Feldern. Transparenz und Flexibilität waren die Gründe, die stationären, teilstationären und ambulanten Jugendhilfeangebote zu bündeln. Jugendwohnen im Kiez versteht sich als interdiziplinäres Netzwerk, in dem für Kinder, Jugendlichen und Familien ein sozialraumorientiertes und innovatives Hilfeangebot geschaffen wird.
Akzeptanz und Wachstum
Der Mensch als soziales Wesen möchte am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Unser grundlegendes Handlungsprinzip ist daher die Akzeptanz unterschiedlichster Lebensentwürfe. Wir geben die Hilfestellung, durch die Menschen einen ausgewogenen Weg zwischen Autonomie und Abhängigkeit finden können. Wir sehen Kinder, Jugendliche und Familien als aktive Persönlichkeiten mit Fähigkeiten. Durch weitestgehende Beteiligung am Hilfeprozeß, Reflexion von Verhalten und Darstellung von Alternativen werden individuelle und soziale Ressourcen mobilisiert. Soziale Gerechtigkeit, Demokratie und Solidarität sind Prinzipien, auf die wir uns in der Begleitung dieser Wachstumsprozesse berufen.
Engagement und Kreativität
Unsere Mitarbeitende sind professionell und engagiert. Fachliche Standards, kontinuierliche Fortbildung und Arbeitsplätze mit Perspektive ermöglichen ein schöpferisches und motivierendes Arbeitsklima. Die Möglichkeit zur Mitbestimmung sowie Teamarbeit sind zudem unsere Grundlage für solidarisches Miteinander und kontinuierliche Reflexion. Verbunden mit der Multiprofessionalität unserer Mitarbeitenden können kreative und bedarfsgerechte Hilfsangebote entwickelt werden.
Vernetzung und Kooperation
Wir begreifen Jugendhilfe als einen Prozeß, der in engen Wechselbeziehungen zur Umwelt steht. Unsere systemische Arbeitsmethode verknüpft alle sozialen Ressourcen, die für den Erfolg des Hilfeprozesses bedeutend sind. Kooperation statt Konkurrenz, das heißt Planung, Überprüfung, Verbesserung und Dokumentation unter Mitwirkung aller Beteiligten. Dies geschieht nicht losgelöst von der Gesellschaft. Wir beziehen jugendpolitisch relevante Themen in die Arbeit ein und geben Kindern, Jugendlichen und Familien eine Stimme in gesellschaftlichen Gremien.

