Kitavernetzung im Bildungsverbund
Am 1. Juli 2009 startete das Projekt „Kita-Vernetzung im Lokalen Bildungsverbund Reuterquartier“. Ziel dieses Projektes ist neben der Fortführung und Erweiterung der vorhandenen Netzwerkstrukturen im Kindertagesstättenbereich, die Entwicklung und Umsetzung von gezielten Unterstützungsmaßnahmen für die Einrichtungen im Quartier.
In den letzten Jahren wurden zahlreiche Initiativen, Projekte und Programme zum Thema Bildung umgesetzt. Insbesondere die Vernetzung der unterschiedlichen Akteure in diesem Feld (Schule, Kita, soziale Dienste) im Rahmen des Lokalen Bildungsverbundes Reuterkiez, der Projekte „Ein Quadratkilometer Bildung“ und „Campus Rütli CR2“ wurde vorangetrieben. Es gibt eine arbeitsfähige Netzwerkstruktur mit verschiedenen Arbeitsgemeinschaften und Zusammenschlüssen.
In diesen räumlich und inhaltlich unterschiedlichen Projekten und Projektebenen sind einzelne lokale Kitas stark involviert und profitieren von der Entwicklung. Anderen, insbesondere den kleineren Einrichtungen, fällt es schwer, sich kontinuierlich in diese Netzwerke einzubringen. Im Rahmen dieses Projektes sollen deshalb neue Formen gefunden werden, die insbesondere die kleinen Einrichtungen stärker in ihrer Bildungsarbeit unterstützen und sie auch von den Erfahrungen und Ressourcen der vorhandenen Bildungsprojekte profitieren zu lassen.
Neben einer kontinuierlichen Information der zahlreichen Träger über Entwicklungen, Projekte, Angebote im Quartier gilt es auch deren Probleme und Anregungen in die vorhanden Netzwerkstrukturen einzubringen. Darüber hinaus werden Hilfestellungen gegeben, gemeinsam die Strukturen und Rahmenbedingen für ihre Arbeit zu verbessern.
Welche Themen stehen an?
In diesem Zusammenhang konnten im ersten halben Jahr folgende Themen definiert werden:
- den kleinen Einrichtungen fehlt es an großflächigen Bewegungs- und Experimentierflächen (s. Pädagogische Werkstatt);
- den großen wie den kleinen Einrichtungen mangelt es an Vertretungskräften und zusätzlichem pädagogischen Personals, um u.a. nach außen gerichtete Aktivitäten (Ausflüge, Kinderreisen) durchzuführen;
- die großen Einrichtungen meldeten Interesse in Hinsicht auf die Zusammenarbeit mit den Eltern und die Umsetzung von Angeboten für Kinder mit erhöhtem Förderbedarf.
Zur Konkretisierung des Unterstützungsbedarfs hinsichtlich des zusätzlichen Raums und der zusätzlichen Vertretungskräfte werden Möglichkeiten im Rahmen der Ausbaupläne U3 diskutiert und eine Kooperation mit anderen Einrichtungen im Quartier geprüft.
Hinsichtlich der Vertretungskräfte könnte sich eine Möglichkeit über die berufsbegleitende Ausbildung von Quereinsteigern in den Erziehungsberuf erschließen. Für eine mögliche Umsetzung wurde ein Programm für Vertretungskräfte im Bereich Eltern-Kinder-Tagesstätten, das flächendeckend in Hannover umgesetzt wird, ausgewertet und auf die Möglichkeit der Übertragung auf das Quartier geprüft.
Zweisprachige Bücher für Eltern und Kinder zum Ausleihen in der Kita
Zur Unterstützung der Elternarbeit wurden den großen Einrichtungen Bücherkisten mit zweisprachigen Kinderbüchern kostenlos zur Verfügung gestellt. Diese Bücher sind zum Ausleihen an die Familien gedacht, so dass die Eltern, den Kindern auch zu Hause vorlesen können. Damit finden die Bildungsprozesse in der Kita eine Kontinuität in die Familie und die Kinder können in ihrer Sprachentwicklung auch im familiären Umfeld gefördert werden.
Übergänge Kita – Grundschule gestalten
Ein weiteres Thema stellt die Kooperation mit den Grundschulen und die Gestaltung der Übergänge dar. Obgleich Kita und Grundschule schon deutlich mehr mit einander kooperieren, gibt es hinsichtlich der Abstimmung der „Bildungsziele“ und „Methoden und Instrumente“ weiteren Handlungsbedarf. Dazu gehört auch die Kenntnis über die Bildungsarbeit (Ziele und Methoden) der jeweilig anderen Institution. Hierzu sind in Abstimmung mit „Förmig“ und der „Freudenberg-Stiftung“ (1 km2-Bildung) weitere Angebote in 2010 geplant.
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Präsenzbibliothek
Zur Unterstützung der pädagogischen Arbeit in den Kindertagesstätten wurde in den Büroräumen von Jugendwohnen eine Präsenzbibliothek mit Fachliteratur eingerichtet. Inhaltlicher Schwerpunkt ist Sprachförderung und frühkindliche Pädagogik
Karin Lücker-Aleman
Kitavernetzung im Bildungsverbund
c/o Jugendwohnen im Kiez
030-74756222

