Erziehungswohngruppen und Erziehungsstellen

Die Erziehungswohngruppen (EWG) bieten jeweils vier Plätze für Mädchen und Jungen

im Aufnahme-Alter von 5 bis 15 Jahren. Sie bieten den Kindern und Jugendlichen einen überschaubaren Gruppenzusammenhang mit festen, kontinuierlichen Bezugspersonen für einen länger- oder mittelfristigen Zeitraum.


Die Betreuung erfolgt jeweils durch zwei ErzieherInnen und einer Hauswirt-schaftskraft. Die innewohnende Fachkraft hat in der Wohngruppe auch eigene private Räume, ist überwiegend anwesend und hat dort ihren Lebensmittelpunkt.


Die mitarbeitende Fachkraft deckt die übrigen Zeiten ab, ermöglicht Abwesen-heiten und vertritt während des Urlaubs oder im Krankheitsfall.

 

  • Rechtliche Grundlage der Hilfe ist § 27 in Verbindung mit § 34 SGB VIII.

 

 

Die Erziehungsstelle (EST) bietet zwei Plätze für Jungen im Alter von 10 bis 15 Jahren (bei der Aufnahme). Die Kinder und Jugendlichen bilden mit dem innewohnenden Erzieher eine Lebensgemeinschaft auf Zeit. In diesem sehr engmaschigen, pädagogischen Kontext stellt der Erzieher mit seinem kontinuierlichen Beziehungsangebot eine Alternative zum bisher Erlebten dar.

Die Jugendlichen können anhand der positiv gestalteten Beziehung reifen und Wege in das Erwachsenwerden finden.

 

  • Rechtliche Grundlage der Hilfe ist § 27 in Verbindung mit § 34 SGB VIII.

 

 

Arbeitsweise

  • Aufbau stabiler und zuverlässiger Beziehungen als Grundlage für Orientierung und pädagogische Einflussnahme
  • Emotionale Stärkung der Kinder und Jugendlichen, Bezugnahme auf ihre Ressourcen, Kompensation von Entwicklungsrückständen
  • Strukturierung des Alltags durch Präsenz, Regelmäßigkeit, Traditionen und Rituale
  • Wertschätzung und Achtung gegenüber den Eltern und den Familien der Kinder; Kooperation nach den Gegebenheiten des Einzelfalles
  • Arbeit nach den Grundsätzen der systemischen Familienberatung
  • externe Beratung der Eltern und Familienangehörigen durch die Koordination
  • Eingliederung der Erziehungswohngruppen und Erziehungsstellen in die fachlichen Strukturen des Jugendhilfeverbundes Jugendwohnen im Kiez
  • Begleitung, Beratung und Unterstützung der Fachkräfte durch die Koordination
  • Reflexion der Arbeit über Supervision, Intervision und Fortbildung

 

 

Pädagogischer Ansatz

Die Haus- und Lebensgemeinschaft in der Erziehungswohngruppe/ Erziehungsstelle bietet für die Kinder und Jugendlichen ein Zuhause
und einen Lebensmittelpunkt für die Dauer der Hilfe. Basis der pädagogischen Arbeit ist das Wohlwollen und die Achtung für die einzelnen Persönlichkeiten und das stetige Beziehungsangebot der Fachkräfte. Die Beziehungen werden
so gestaltet, dass sie das Wachstum und die Entwicklungschancen der Mädchen und Jungen fördern, erlittene Nachteile ausgleichen und erlebte Verletzungen, Kränkungen bearbeitet werden können.


Die Erfahrung von Zuverlässigkeit und Verbindlichkeit, sowie von klaren Grenzen und Orientierung durch gelebte Werte und Überzeugungen gibt den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, Vertrauen aufzubauen und
ihre Persönlichkeit in einem neuen Rahmen zu entfalten.


Der Lebensmittelpunkt in der Erziehungswohngruppe oder Erziehungsstelle schließt die familiären Beziehungen der Kinder und Jugendlichen zu ihren Eltern, Geschwistern und Verwandten mit ein. Sie sind der entscheidende Bezugspunkt in ihrer Lebensgeschichte, ohne den neue Lösungen und die Entwicklung
zukünftiger Perspektiven nicht gelingen können.


Die Arbeit in den Erziehungswohngruppen und Erziehungsstellen gründet auf der Überzeugung, dass alle Kinder und Jugendlichen die Kraft und den Wunsch haben, zu wachsen und die eigenen Anlagen und Möglichkeiten zu entfalten.

 

 

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Kontakt

Andrea Schuler
Koordination Erziehungswohngruppen/Erziehungsstellen
Tel.: 030 6186722 | Fax: 030 6186694


schuler@jugendwohnen-berlin.de

 

 

 

 

 

Cord Röttjer

Regionalleitung stationäre Hilfen

Mariannenplatz 6, 10997 Berlin

Tel.: 030 6186722 | Fax: 030 6186694

 

roettjer@jugendwohnen-berlin.de

 

 

 

 

 

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