Tagesgruppe an der Spreewaldschule (Modellprojekt)


Die Spreewald–Grundschule in Schöneberg ist seit dem Jahr 2004 eine gebundene Ganztagsgrundschule, an der die Kinder verpflichtend in der Zeit von 8-16 Uhr am Unterricht und an den Freizeitangeboten teilnehmen. Da dies zu Überschneidungen mit den Öffnungszeiten der Tagesgruppen in Schöneberg führte, entstand die Idee, in einem Modellprojekt ab dem Schuljahr 2006/2007 eine Tagesgruppe mit fünf Plätzen an der Schule direkt anzusiedeln. Zudem sollte das Ziel erreicht werden, dass die Kinder der Spreewald-Grundschule, für die eine Tagesgruppenunterbringung angedacht ist, weiterhin in ihrem sozialen Umfeld ihrer Schule bleiben und entstandene Freundschaften im Schulalltag aufrecht erhalten und weiter entwickeln können.

 

Kooperationspartner dieses Modellprojektes sind das Jugendamt Tempelhof–Schöneberg, die Spreewald–Grundschule und Jugendwohnen im Kiez. Die Schule stellt die entsprechenden Räumlichkeiten und eine Erzieherstelle zur Verfügung, Jugendwohnen im Kiez hat die fachliche Verantwortung und stellt die nötigen personellen und sachlichen Mittel bereit, das Jugendamt Tempelhof–Schöneberg hat die Federführung bei der Feststellung des Hilfebedarfs und der Hilfeplanung. Die Kooperationspartner treffen sich regelmäßig, um den Modellversuch zu evaluieren und konzeptionell weiterzuentwickeln.



Das Angebot der Tagesgruppe richtet sich an Schüler und Schülerinnen der Spreewald-Grundschule, deren Verbleib an der Schule aufgrund besonderer Auffälligkeiten, Lernstörungen, Teilleistungsstörungen oder schul- und unterrichtsdistanziertem Verhalten gefährdet ist.

 

 

Die Konzeption unserer Tagesgruppen in Schöneberg und Mitte ist die Grundlage auch für unsere Arbeit an der Spreewald-Grundschule. Jedoch gibt es auch einige Besonderheiten:

 

Aufgrund des hohen Personalschlüssels für fünf Kinder (1/2 Soz-Päd-Stelle, 1,5 Erzieherstellen plus ½ Familientherapeutenstelle) können wir eine Betreuungszeit  von 09.00 bis 17.OO Uhr sicherstellen. Die Mitarbeitenden können so bei Bedarf im Unterricht der Tagesgruppenkinder hospitieren, bei Krisensituationen direkt intervenieren und stehen mit den Lehrkräften im unmittelbaren Kontakt und Austausch. Konfliktsituationen im Klassenraum oder im Freizeitbereich können ebenfalls unmittelbar aufgearbeitet und Lösungsstrategien entwickelt werden. Durch diese schnelle Intervention gelingt es uns, dass kritische Verhaltenweisen der Tagesgruppenkinder sich nicht verfestigen.

 

Durch regelmäßige Elterngespräche und gelegentlichen Übungen in der Schule selbst (z.B. Hausaufgabentraining, Beobachtungen des eigenen Kindes im Unterricht) sollen die elterlichen Kompetenzen gestärkt und erweitert werden. Zudem bekommen die Eltern so einen tieferen Einblick in den Schulalltag ihres Kindes.

 

 

 

 

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